...zum Rektor bitte.
**Lehrerzimmer. Zutritt verboten. Bis jetzt.**
Dennie trifft Schulleiter Thomas zum ehrlichen Talk über den ganz normalen Wahnsinn zwischen Kreide, Kaffee und Klassenarbeiten. Ungefiltert, humorvoll und manchmal nocht unbedingt für Kinderohren geeignet. 😁
Setzt euch. Die Stunde beginnt.
Viel Spaß wünschen Euch
Dennie und Thomas
...zum Rektor bitte.
zRb - Folge 21 - ...und Abgang
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🎙️ Folge 21 – Schulrausschmiss: Was tun wenn das Kind die Schule verlassen muss?
Ein Thema das viele Eltern heimlich beschäftigt aber kaum jemand offen anspricht. Was passiert wenn ein Kind von der Schule fliegt oder diese Möglichkeit im Raum steht? Welche Rechte haben Eltern? Welche Optionen gibt es? Und wie geht man als Familie damit um?
Wir sprechen heute offen und ehrlich über ein sensibles aber wichtiges Thema – mit dem Blick aus der Schulpraxis!
Besucht und Folgt und sehr gerne auf Instagramm
https://www.instagram.com/zumrektorbitte/
Welcome Back And Fuel Pain
SPEAKER_02Hallo Internet und ganz herzlich willkommen zu einer neuen Folge zum Rektor, bitte. Nach so langer Zeit haben wir es dann doch geschafft, uns wieder im Rektorenzimmer zu versammeln und eine neue Folge aufzunehmen. In dem Zusammenhang, wie sollte es anders sein? An meiner Seite natürlich, wir schätzen ihn alle, der liebe Thomas.
SPEAKER_01Ja, hi lieber Denny, grüß dich. Ja, mit mir im Rektorenzimmer, im digitalen Rektorenzimmer. Der Mann, der Elektro fährt und trotzdem den weiten Weg in den Niederrhein scheut, um sich mit mir live ins Lektorenzimmer zu setzen. Der liebe Denny. Bei einem Dieselpreis, mein lieber Denny, von 2,40 Euro aktuell, würde ich das verstehen, aber wer ein Tesla fährt, der könnte ruhig mal öfter an den Niederrhein kommen. Ist schön hier.
SPEAKER_02Ja, hast eigentlich recht. Wobei bei uns kannst du bei uns tanken kommen, weil es ein bisschen günstiger, kostet nur 2,30 Euro. Und wenn du in den Nachbarort fährst in Frankreich, da kostet es sogar nur 1,99 Euro.
unknownWas?
SPEAKER_011,99 Euro? Ja, das wäre auf jeden Fall mal eine Reise in Saarland wert.
SPEAKER_02Ja, schnapp dir den Anhänger.
SPEAKER_01Ich habe heute meine Tochter in die Reitferien gebracht. Das waren 270 Kilometer hin und zurück, 100 Euro für 270.
SPEAKER_02Ja, ja.
SPEAKER_01Ja, 100 Euro waren da hinweg, nur um die nur um die Maus in die Reitferien zu bringen. Wenn ich verhaare hätte, ich würde sie jetzt verlieren.
SPEAKER_02Ja, das ist schon stramm. Nee, aber die Geiser, wenn du es so anguckst, ist schon für alle ziemlich bitter. Mein Sohn auch, der jammert hinten und vorne, der kriegt von seinem von seiner Ausbildungsstelle noch nicht mal Fahrgeld. Das ist ja eigentlich heute fast Standard, je nachdem, wo du bist. Der Junior von der Freundin zum Beispiel, der kriegt Fahrgeld und ist jetzt auch nicht die Welt, aber hey, es ist eine Unterstützung. Und mein Sohn fährt halt auch noch einen Weg 30 Kilometer mit einem 1,8er Golf, also mit einem Dreier Golf 1,8 Liter. Ach ja, den fährst du halt auch nicht mit 8 Liter.
SPEAKER_03Nee.
Thema Rauswurf!
SPEAKER_02Und dementsprechend tut er, hat schon vorher weh getan. Das waren mal locker 300 Euro im Monat und da haben wir noch von, keine Ahnung, Preise 1,70, 1,60, 1,70. Und ja, jetzt sind wir halt bei über 2 Euro. Das tut schon sehr weh.
SPEAKER_01Aber weder die Ferien noch die Spritpreise sind unser heutiges Thema. Los, du bist der Moderator, kündige an.
SPEAKER_02Genau, ich wollte es gerade sagen, apropos wehtun. Ja, wir haben. Gute Überleitung, selber. Ja, hat genau gepasst. Wir hatten durchaus mehr Zuschriften, als ich erwartet hätte zu dem Thema.
SPEAKER_01Ich durfte die ganzen Zuschriften ja beantworten.
SPEAKER_02Ja, ist halt dein Job. Du machst ja auch immer groß Werbung dafür. Insofern darfst du dich da nicht beschweren.
SPEAKER_01Es darf sich jeder melden, jederzeit gerne und ich beantworte gerne jede Zuschrift, nur wenn das Gefühl 100 mal das gar nicht ist. Darum haben wir uns ja entschieden, diese Folge mal zu machen.
SPEAKER_02So ist es, genau. Und der Kontext ist halt jetzt, wir hatten das ja auch schon in einer der vorherigen Folgen mal angeschnitten. Das Thema Schulsuspendierung nennt es sich, glaube ich, oder Schul, wie nennt man es nicht, Entlassung.
SPEAKER_01Doch, Entlassung von der Schule.
SPEAKER_02Doch, Entlassung, okay. Und das hatten wir etwas behandelt, was da halt so, also nicht was passiert im Grenzen, aber wir hatten es halt angeschnitten, was da genau Thema war. Und jetzt war halt die Frage, was macht man denn? Also es waren verschiedene Sachen, wir fassen das halt einfach mal zusammen, dass wir halt von diversen Zuschriften halt eins zusammen machen. Also im Endeffekt war es nämlich immer die gleiche Frage oder mehrere Fragen, die um das gleiche Thema gingen, wie du schon gesagt hast. Und der Hauptkontext war jetzt, was mache ich denn oder was kann ich tun, wenn mein Kind der Schule verwiesen wird, beziehungsweise erstmal die Ankündigung, dass halt jetzt das Kind wohl verwiesen wird. Da gibt es ja noch, glaube ich, vorher die Sitzung da, wo du dran teilnehmen musst, der Ausschuss.
SPEAKER_01Ja, diese Teilkonferenz heißt das.
Was passiert bei einer Teilkonferenz
SPEAKER_02Genau, Teilkonferenz, sowas. Ja, das behandeln wir das Thema halt in Gänze. Also welche Möglichkeiten haben die Eltern erstens, wenn das jetzt ausgesprochen wird, wenn es dann schon, sagen wir mal, zu spät ist. Was ist denn das Schlimmste, was dann, also kann man sich auf was einigen vielleicht, oder was kann man allgemein denn als Elternteil machen, wenn jetzt so eine zumindest Androhung ansteht? Weil ja nicht jedes Vergehen führt zum Schulausschluss oder zur Suspendierung bzw. zum Rauswurf. Da gibt es ja auch noch Feinheiten. Und da kennst du dich am besten aus. Also ich würde sagen, wir versuchen das strukturiert zu machen. So einfach mal sagen, wie der normale Werdegang ist, ich bin jetzt ein Elternteil, das hat jetzt einen Brief bekommen und da ist ja wahrscheinlich die erste Maßnahme, nehme ich mal an, man wird zum Gespräch eingeladen. Das sollte ja eigentlich auch passieren, bevor dieser Rauswurf verkündet wird. Wobei wir hatten da auch die ein oder andere Zuschrift, da lief das wohl auch ein bisschen anders. Aber jetzt von deinen Erfahrungswerten, was du halt so sagen kannst.
SPEAKER_01Ja, also diese Entlassung für eine Schule, die ist im Schulgesetz NRW im Artikel 53 verankert. Haha. Habe ich extra mal nachgeguckt. Nein, Quatsch, eigentlich. Ja, hast du auswendig gewusst. Ja, klar. Nee, jetzt wirklich, wirklich. Das ist, weil es eigentlich so ein, da sind die Ordnungsmaßnahmen drin geregelt. Und da hast du als Schulleiter jeden Tag mit zu tun. Oder so gut wie jeden Tag. Und da ist dann auch drin geregelt, dass zum Beispiel die Androhung der Entlassung von einer Schule und die Entlassung von einer Schule halt nur eine Teilkonferenz beschließen kann. Also das darf ich nicht als Schulleitung alleine beschließen. Richtig, da erinnere ich mich auch noch dran. Das hatten wir auf jeden Fall thematisiert. Genau, richtig. Und also sowas wie einen schriftlichen Verweis, also Du du oder ein Kind in eine parallele Lerngruppe oder in eine andere Klasse verweisen oder mal für zwei Wochen suspendieren, das darf ich als Schulleiter alleine. Aber die Androhung der Entlassung und die Entlassung, das darf ich als Schulleiter nicht alleine. Da brauche ich die Teilkonferenz für. Genau. Und in dieser Teilkonferenz, die ist so aufgebaut, dass da drei Lehrervertreter sitzen. Die werden zu Beginn eines jeden Schuljahres von der Lehrerkonferenz gewählt. Das muss auch protokolliert werden. Da sitzt dann ein Mitglied der Schulleitung, also meistens dann wo ich. Klar, das Kind, was sich hat, etwas zu Schulden kommen lassen, deren Eltern. Und wenn die Eltern es wünschen, kann auch noch eine Elternvertretung daran teilnehmen. Wobei die nicht stimmberechtigt sind. Also stimmberechtigt sind die drei gewählten Mitglieder. Und du? Ja, und die Klassenleitung. Die Klassenleitung ist auch noch Mitglied der Teilkonferenz, die ist auch stimmberechtigt, sodass man fünf Stimmen hat. Okay. Genau. Und dann wird der Fall dann irgendwo erörtert. In der Regel leitet der Schulleiter irgendwo ein und übergibt dann an die Klassenleitung, warum wir den hier halt irgendwo zusammensitzen. Der bespricht dann halt irgendwo die Fälle. Und dann hat das Kind noch die Möglichkeit, da Stellung zu nehmen. Die Eltern haben die Möglichkeit, Stellung zu nehmen. Und dann zieht man sich, also man muss sich das so vorstellen, wie so eine kleine Gerichtsverhandlung. So fühlt sich das, denke ich mal, auch an. Das haben ja ganz viele Beteiligte geschildert. Man, ja, es ist ja auch in Ordnungsverfahren. Und ja, es ist so ein bisschen auch wie ein Gerichtsverfahren. Das Einzige, was fühlt sich der Hammer, ne? Ja, der Hammer, den müsste ich mir vielleicht schon besorgen. Ich habe ja wohl Geburtstag.
SPEAKER_03Ja.
SPEAKER_02Ja, aber bevor es, also es ist jetzt ja schon mal der Punkt, bevor das dazu kommt, sollte es im Idealfall, oder muss es wahrscheinlich, ne, auch generell schon Gespräche geben mit der Klassenleitung beispielsweise und dem, also im ersten Linie vielleicht mit dem Kind, ne? Und dann natürlich auch sicherlich erstmal nochmal mit den Eltern, dass die halt informiert werden, bevor halt jetzt so eine Teilkonferenz zusammentreffen muss, weil das ist ja wirklich dann der letzte Schluss, um dann halt auch zu entscheiden, okay, was machen wir denn jetzt im letzten Atem.
SPEAKER_01Also diese Teilkonferenzen, die fressen ja schon schulisch an die Ressourcen. Also in der Regel dauern die halt, ich denke mal, 60 bis 90 Minuten. Ich habe ja gerade aufgezählt, was dann wo aufgefahren wird. Also das machst du als Schule nicht einfach mal ohne. Und wenn dann Lehrerinnen und Lehrer zu mir kommen aus dem Kollegium und sagen, Thomas, der und der hast was ausgefressen, wir brauchen eine Teilkonferenz, dann ist meine erste Frage immer, was soll in der Teilkonferenz denn entschieden werden? Weil oftmals nutzen die Kolleginnen und Kollegen diese Teilkonferenz einfach so nach dem Motto, ja, da braucht man einen Schuss vom Bug. Ah, okay.
SPEAKER_00Das ist so der letzte Warnschuss dann.
SPEAKER_01Richtig, aber ich sage jetzt mal, wenn wir eine Teilkonferenz einberufen, dann muss entweder die Androhung der Entlastung oder die Entlastung vollzogen werden, weil alles andere macht keinen Sinn. Alles andere kann ich ja ressourcensparender alleine irgendwo entscheiden. Richtig, ja. Und nur weil da jemand jetzt fünfmal hat ein Kaugummi irgendwo fallen lassen, weißt du, und die Klassenleitung der Ansicht ist, da braucht man Schuss vom Bug, ja, dafür lässt jetzt nicht eine Teilkonferenz irgendwo zusammenkommen. Naja, wo nicht gut.
SPEAKER_02Du brauchst ja auch noch Vorlaufzeit. Ich glaube, da hatte ich irgendwas so ganz dunkel in Erinnerung, wenn das das Thema war.
SPEAKER_01Eine Woche, okay. Genau. Insofern wird dann erstmal mit einem Kollegen, Kollegen hatten gesprochen, brauchen wir wirklich für eine Teilkonferenz. Es gibt durchaus immer Einzelfälle, wo dieser pädagogische Schuss vom Bug durchaus irgendwo auch Sinn macht, wo ich das nochmal mitgehe und sage, ja, komm, mach mal vielleicht, bringt das wirklich wo etwas, aber in der Regel macht eine Teilkonferenz nur dann Sinn, wenn wirklich mindestens die Androhung der Entlassung hat, ausgesprochen werden soll.
SPEAKER_02Okay. Gut, wobei ich mir dann auch vorstelle, eigentlich, also bei mir war das früher eher so, wenn jemand halt zum Rektor generell gerufen wird, das ist ja dann schon, ja, ist halt nicht mehr lapidar, egal wie du zum Lehrer stehst. Bei uns war das immer so, wie ich das von meiner Schulzeit auch noch kenne oder von der von meinem Sohn, dass es halt generell, der Rektor war immer noch die Person, noch ein gutes Stück oben drüber. Also zu deinem Lehrer kannst du so oder so stehen, den kannst du mögen, da kannst du Respekt vorhaben oder nicht. Solltest du natürlich im Idealfall haben, aber ich sage mal, wie es in der Realität bei uns war. Und aber wenn es dann hieß, du gehst zum Rektor, dann war das nochmal eine ganz andere Liga. Also deswegen, da nehme ich mal an, hat es bei euch, kannst du immer noch von deinem Erfahrungsschatz sprechen. Hat es da vielleicht auch den ein oder anderen Fall gegeben, wo halt dann du da gesessen hast, mit von mir ist es der Klassenleitung und den Eltern und dich da halt ernst unterhältst, wie es denn da weitergeht und sowas bestimmt dann auch noch angedroht werden kann von dir aus, wo du sagst, ja, wenn wir uns jetzt hier nicht einigen, dann muss es einen anderen Weg gehen.
Ist die Entlassung unanfechtbar?
SPEAKER_01Ja, wobei, wenn da schon zur Teilkonferenz eingeladen wird, dann hast du ja ein offizielles Schreiben, was dann wo rausgeht mit der Ladungsfrist von einer Woche und dann wird das Gespräch während der Teilkonferenz geführt. Wenn da jetzt Kolleginnen und Kollegen kommen und sagen, ja, wir brauchen eine Suspendierung, also es wäre schon waheilsam, wenn er einfach mal eine Woche oder zwei zu Hause bleibt, da braucht man keine Teilkonferenz für. Ja, sagt man. So mache ich dann genau im Alleingang oder im Alleinverfahren. Aber auch das ist dann an juristischen Hürden, äh, ja, an juristische Hürden gebunden. Da muss ich auch mit dem Schüler sprechen, ich muss mit den Eltern sprechen, bevor ich eine Erordnungsmaßnahme aussprechen, muss dann eventuell halt um Zeugen befragen, Mitschülerinnen und Mitschüler, die das irgendwo gesehen haben. Und dann kann ich sagen, okay, alles klar, ich habe mir ein Bild von der Lage halt gemacht, kann das dann auch wirklich halt irgendwo begründen. Und dann bleibt das Kind mal eine Woche oder zwei zu Hause. Aber bei den gröberen Fällen findet diese Anhörung dann quasi in der Teilkonferenz statt. Und natürlich wird dann vorher irgendwo auch gesammelt. Da werden Zeugen dann auch befragt, also Mitschülerinnen und Mitschüler, die müssen das immer aufschreiben, auch unterschreiben mit Datum, was sie wohl gesehen haben. Also es ist wirklich wie so eine kleine Beweisaufnahme, die da geführt wird.
SPEAKER_02Okay. Aber wenn du jetzt, also wenn jetzt dieser, ich nenne es das Tribunal, wenn das jetzt schon zusammentritt, haben die Eltern denn dort noch die Möglichkeit, irgendwie das zu beschwichtigen? Ich meine, eine Beweis auf, wie wenn wir beim Thema Gericht sind, eine Beweisführung wird es da eher weniger geben. Kannst du ja klar, die Eltern sind auf der Seite des Kindes, aber die können ja nichts vorlegen, wo man sagt, ja, aber her, der hat jetzt die Woche zu Hause dreimal die Spülmaschine ausgeräumt. Das muss doch reichen. Insofern, sowas gibt es ja da nicht. Also ist dann, wenn diese, wenn diese Teilkonferenz einberufen wird, ist es denn dann auf jeden Fall, oder wie wahrscheinlich ist es denn dann, dass das Kind der Schule verwiesen wird? Beziehungsweise, also du hast ja jetzt eben gesagt, es kann sein, dass dann, du sprichst vorher diese Verwarnung aus, beziehungsweise die ein bis zwei Wochen Pause von der Schule vielleicht. Aber wenn jetzt der, wenn ihr da zusammentretet mit den fünf Leuten, dann ist ja eigentlich schon klar, was da rauskommt, oder nicht?
SPEAKER_01Ja, wobei, wie gesagt, wir können jetzt keinen von der Schule schmeißen, dem nicht zumindest die Entlastung schon angedroht worden ist. Also das heißt, wenn es um den Schul rausschmissen geht, dann haben wir schon einmal zusammenhalten gesessen und es muss ja vorher die Androhung quasi ausgesprochen worden werden. Durch dich auch, ne? Ja, durch diese Teilkonferenz, ne? So, das heißt, die Teilkonferenz hat zusammengesessen, halt, ne, keine Ahnung, der hat sich am Schulhof geprügelt, ist eh vielleicht schon als Schläger bekannt und dann hat die Teilkonferenz gesagt, Junge, prügelst du dich noch einmal, fliegst du von der Schule. Okay. So. Und dann hat er sich noch irgendwo einmal geprügelt und der Dame, ja, genau, dann wird nochmal irgendwo einberufen und dann fliegt er auch von der Schule, weil ja diese Androhung erfolgen muss. Nur in ganz, ganz schweren Fällen, wie zum Beispiel Drogenhandel oder irgendwie sowas, können wir als Teilkonferenz direkt jemanden von der Schule verweisen. Okay. Auch ohne vorher diese Entlassung angedroht zu haben.
SPEAKER_02Okay. Aber eigentlich ist ja das dann von meinem Verständnis her, nee, abgekartert das Spiel, klingt jetzt falsch auch in dem Zusammenhang. Aber wie gesagt, nochmal auf das Thema Gerichtsverhandlung, dort hat man jetzt als Angeklagter zumindest mal noch die Chance, dass man da halt heil rauskommt. Aber so wie ich das jetzt verstehe, wenn es denn dann wirklich soweit ist, holen wir das Prügelbeispiel, der hat halt zweimal gegen die Regeln verstoßen, er ist mehrfach ermahnt worden. Und dann ist dieser Zusammenkunft von euch allen mit den Eltern und mit allen, ist ja eigentlich jetzt nur noch ein, wie sagt man, der offizielle Weg, die offizielle Maßnahme, um das halt auszusprechen. Da gibt es keinen, da gehst du raus nachher und wir versuchen es nochmal.
SPEAKER_01Also da habe ich tatsächlich auch öfter erlebt, dass sich eine Talkonferenz inklusive meiner Person dann in der Konferenz selber oder in der Beratung selber dann auch nochmal umentschieden hat, dass die mir gesagt haben, nee, das können wir nicht prägen, dass wir den jetzt irgendwo von der Schule schmeißen. Aber warum nicht?
SPEAKER_02Was passiert oder was ist da nicht, du musst ja nicht konkretisieren, aber was passiert da in dem Fall? Oder kannst du da ein Beispiel nennen, wo du sagst, okay.
SPEAKER_01Also in der Regel ist es auch nochmal die Elternperspektive, die da viel mit zu beiträgt. Wie kooperativ sind die Eltern? Man Schule und Eltern sind ja verpflichtet, zusammenzuarbeiten. Und wenn du da jemanden sitzen hast, der alles irgendwo ablehnt, die Beratung der Schule ablehnt und haben ja eh keine Ahnung und mein Kind hat irgendwo nichts gemacht und er war halt nicht und gucken sie mal, wo die anderen, dass er dann, wenn es hart auf Hardcore wirklich von der Schule fliegt, ja, da kannst du Gift drauf nehmen. Das ist nachvollziehbar, ja. Ja, aber wenn du dann wo Eltern hast, die bemüht sind, die vielleicht auch überfordert sind, die geneigt sind, auch Hilfsangebote halt irgendwo zu nehmen, anzunehmen, die wirklich auch belegen können, wir waren halt irgendwo geschockt, das und das haben wir halt irgendwo unternommen und wir möchten da mit Schule zusammenarbeiten. Das sind dann halt irgendwo so Fälle, wo du als Schulleitung und auch als Teilkonferenz dann vielleicht auch nochmal sagst, ja komm, nee, wir geben da den Eltern und dem Kind vielleicht nochmal die Zeit, bis diese Maßnahmen halt umgreifen, bevor wir so einen drastischen Schritt gehen. Okay.
SPEAKER_02Aber eigentlich machst du das ja schon im Vorfeld, wenn die Klassenleitung mit dem Schüler spricht. Die Eltern sind da ja auch dabei, das ist ja nicht einfach so. Und du bist ja auch schon das ein oder andere Mal da hinzu zitiert worden oder gebeten worden, dran teilzunehmen an einem solchen Gespräch. Dann ist ja eigentlich der, das macht man ja im Vorfeld schon, bevor man diese Teilkonferenz einberuft, wegen dieses Problems.
Bezirksregierung
SPEAKER_01Also wenn wir eine Teilkonferenz einberufen mit dem Ziel Entlassung von der Schule, dann ist da schon im Vorfeld so viel Arbeit gelaufen, dass du davon ausgehen kannst, dass in den meisten Fällen diese Entlassung auch ausgesprochen wird. Einfach aus dem aus zwei Gründen. Erstens, die Bezirksregierung, also ne, die Schulaufsicht, die muss diesen Schritt mitgehen. Das heißt, ich muss dann erstmal, und da sitze ich dann tatsächlich zwei, drei Stunden dran und da hilft mir auch kein ChatGPT, ich schreibe dann einen Bericht an die Bezirksregierung, was passiert ist, wann es passiert ist, wie sich das Kind bis jetzt bei uns an der Schule halt wohl betragen hat, warum die Maßnahme geeignet ist, also die Entlassung, warum andere Maßnahmen halt irgendwo nicht geholfen haben, warum sie ins Lehram gelaufen sind, das muss alles für schriftlich werden. Das muss an die Bezirksregierung halt umgehen. Und die Bezirksregierung muss diese Entlassung mittragen. Okay. Wenn die Bezirksregierung sagt, nö, dann können wir noch so viel halt um beschließen. Dann ist halt irgendwo, nee, dann bleibt das Kind da.
SPEAKER_02Das machst du dann auch, also bevor diese Teilkonferenz einberufen wird, weil du ja sagst, die ist ja Entscheidungsbefug.
SPEAKER_01Ja, ansonsten, genau. Aber ansonsten, das teile ich da der Teilkonferenz dann halt irgendwo mit, ob die Bezirksregierung in der Entlassung mitgeht oder nicht. Ansonsten machen wir uns ja unglaubwürdig für Tagen und sagen, Kind fliegt von der Schule und die Bezirksregierung sagt, nö, nö, nö, nö, nö, geh mal nicht mit. Und dann musst du ja den Eltern und dem Kollegium dann halt irgendwo verkaufen, ja, schön, dass wir halt entschieden haben, dass das Kind von der Schule fliegt, aber es bleibt jetzt doch.
SPEAKER_02Ja, ja, nee, klar, da stehst du. Da stehst du, also das ist so der schlimmste Fall, so der Worst Case, wo ich dann sage, dann hast du ja gar keinen Rückgrat mehr, beziehungsweise das Kind ist eh schon auffällig gewesen. Und dann danach kannst du ja im Endeffekt oder könnte es machen, was es will, weil ja, was könnt ihr da?
SPEAKER_01Richtig, das stimmt einen erst recht nicht mehr im Ernst. Und zweitens, es gibt ja eine Schulpflicht in Deutschland. Habe ich schon gehört. Das Kind von Nur weil das Kind ja von meiner Schule fliegt, ist es ja immer noch Schulpflicht. So ist es. Und das heißt, und da kannst du den Eltern ja nicht sagen, ja, gucken Sie mal, wo das Kind demnächst beschult wird, hier ist es raus, mir egal. Nee, wir als Schule müssen für einen neuen Schulplatz sorgen. Und das ist die Krux um eine Sache. Ich weiß nicht, wie oft ich da schon Kollegen angerufen habe. Und er hat auch noch ein Anrecht auf einen vergleichbaren Platz. Also jetzt in unserem Fall, wenn er von der Realschule fliegt, hat er auch ein Recht darauf, wieder an eine Realschule beschult zu werden.
SPEAKER_02Was ich auch schon per se lächerlich finde, er hat sich halt gegen das System, hat irgendwas ausgefressen und dann, ja, es darfst du aber wieder an eine andere Schule gleichwertig, weil du darfst ja keine Nachteile haben.
SPEAKER_01Richtig halt, ne? So, und ja, dann bist du die Kolleginnen und Kollegen am Anrufen und guckst dann halt, wer hat noch irgendwo einen Schulplatz. Der muss ja auch noch irgendwo halbwegs gut irgendwo erreichbar sein, weil länger als 90 Minuten in eine Richtung ist dem armen Kind ja nicht zu.
SPEAKER_02Und da kommen jetzt dann auch diese Tauschgeschäfte, da dämmert eben ja auch irgendwas. Die Folge ist schon ein bisschen länger her, aber ich glaube, da hast du irgendwas erzählt von wegen, ja, da rufst du rufst du in Schule B an, hey, hier ist Schule A, wir haben hier einen. Oh, das trifft ja auch gut, dass du anrufst. Sie hätten auch einen, können wir tauschen.
SPEAKER_01Ja, ja, ja, ja. Ja, passiert schon mal. Und meistens ist das dann halt, klar, die Bezirksregierung kann ja auch einen Schulplatz suchen, aber das dauert ewig und drei Tage. Und im schlimmsten Fall sagen sie dir dann irgendwo auch, ja, wir haben keinen gefunden und bis sich da was tut, solange bleibt das Kind bei ihnen. Wege bald Schulpflicht natürlich, ne? Genau. Das heißt auch im Vorfeld, bevor die Entlassung ausgesprochen wird, sitze ich am Telefon und rufe dann die Kollegen an. Und da ist es echt wichtig, dass du ein gutes Netzwerk irgendwo hast. Und das funktioniert dann meistens auf so einer Gefallenebene, dass ich dann Schulleiter A B irgendwo anrufe und sage, hör mal, ich habe hier einen, mehr Entlastung, das und das ist passiert. Und er halt irgendwo dann sagt, ja komm, eigentlich nicht, aber ich tue dir den Gefallen. Und dann weiß ich aber auch ganz genau, dass ich ihm auch ein Gefallen schuldig bin. Das heißt, wenn er das nächste Mal anruft, dann kann ich nicht Nein sagen.
SPEAKER_02Ich glaube, das hatte ich in der letzten Folge auch schon, wo mein Unverständnis da absolut gegen die Decke schlägt, wo ich halt sage, du rufst ja dann den anderen Schulleiter oder die Schulleiterin an und dann fragt die ja erstmal, die sagt ja nicht einfach ja, nehme ich, sondern du sagst ja, was passiert ist. Und jetzt holen wir mal das Prügelbeispiel. So, wer will denn schon an seiner Schule jemanden haben, der schon negativ beim Prügeln aufgefallen ist? So was anderes ist, wenn er jetzt mit irgendwelchen Leuten nicht klarkommt, mit den Lehrern und so weiter, ne? Wo ich dann sage, okay, da kann ein Schulwechsel, das sagtest du auch, glaube ich, in der Folge, da kann ein Schulwechsel durchaus Sinn machen, eine andere Umgebung, neue Leute und so. Hey, das kann funktionieren. Aber jetzt in so einem Fall, wenn man jetzt wirklich sehr negativ aufgefallen ist, ist durch Gewalttaten oder sonst irgendwas, sagen wir mal, so eine krasse Respektlosigkeit gegen den kompletten Lehrkörper, dann das kann ja niemand auf der anderen Seite gutheißen. Und vor allen Dingen, wie ist es denn da? Also das Netzwerk, das du da hast, wo du dann die Leute umgefallen bittest, was, ja, im Endeffekt hast du schon gesagt, aber was machst du denn dann, wenn du wirklich jetzt keinen finden willst, du hättest jetzt einen ganz krassen Fall und die sagen alle, du, ey, bei aller Liebe, also ich tu dir gerne Gefallen, aber das faule Ei, das lege ich mir nicht ins Nest, dann musst du den Schüler dann wirklich behalten. Weil das Kultusministerium hat ja schon ausgesprochen, ja, okay, der fliegt hier von deiner Schule, der kommt jetzt auf eine andere Schule. Aber wie wäre das denn dann? Also dass dir noch nicht passiert ist, hoffe ich mal sehr, aber ich gehe davon aus, wir haben da draußen sicherlich Schulleiterinnen und Schulleiter, die das vielleicht doch durchaus schon mal erlebt haben.
SPEAKER_01Ja, definitiv. Und das ist ja diese bittere Pille, die man dann schlucken muss und die sehr schwer dem Kollegium und den Mitschülern dann zu verkaufen ist. Wenn ich im Vorfeld keinen Schulplatz finde und die Teilkonferenz dann sagt, ja, wir entlassen den von der Schule und die Bezirksregierung da auch nicht in die Pütte kommt, weil ja, wenn ich keinen finde, findet die Bezirksregierung auch keinen.
SPEAKER_02Also sie kann nicht eine Schule zwingen.
SPEAKER_01Oder doch? Nee, wenn die voll sind, sind die voll. Ja, sagen wir, sie ist nicht voll.
SPEAKER_02Sagen wir, es geht hier nicht um den Platz, sondern es geht ja wirklich darum, um das Wollen.
SPEAKER_01Also ich sag mal, ist ja jetzt irgendwo nicht so, dass ich mich da jetzt mit allen Schulleitern im Gut stehe, halt, ne? So mit den meisten schon, aber da ist auch vielleicht der eine oder andere dabei. Den rufe ich irgendwo an, weil es einfach für das Kind irgendwo auf dem Weg liegt oder nicht so weit weg. Und klar, kann der mir halt irgendwo sagen, nee, Thomas, wir sind voll. Muss ich natürlich so akzeptieren. Und wenn ich dann keinen Platz habe, dann lässt sich die Bezirksregierung dann die Zahlen kommen, beziehungsweise die haben ja die Schulstatistik und dann rufen die den an und sagen, was erzählst du dem Thomas? Halt, ne, du bist voll, du bist gar nicht voll und du hast das Kind zu nehmen. Das kann die Bezirksregierung dann auch nehmen.
SPEAKER_02Okay, also kann die das in dem Fall dann doch entscheiden.
SPEAKER_01Genau, die können das über eine Zuweisung, eine rechtliche Zuweisung dann entsprechend klären.
SPEAKER_03Okay.
SPEAKER_01Also insofern, liebe Eltern da draußen, wenn euer Kind von der Schule fliegen soll, der einzige Tipp und der einzige Rat, den ich euch geben kann, ist, arbeitet da mit der Schule zusammen, verhaltet euch oder zeigt euch kooperativ und geht irgendwo in die Gespräche mit den Lehrkräften und auch mit den Schulleitungen, weil das macht eine Schule nicht einfach mal so aus einer Laune heraus, da alle zu akquirieren für eine Teilkonferenz, die entsprechenden Anhörungen zu führen, die entsprechenden Berichte zu schreiben, mit Bezirksregierungen, neuen Schulplatz umzusuchen, um euch da irgendwo eins auszuwischen oder weil es das Kind nicht leiden kann. Nee, das macht eine Schule definitiv nicht einfach so just for fun. Das ist saumäßig viel Arbeit und da denkt sich in der Schule irgendwo auch etwas bei. Und wenn ihr da irgendwo auf Stur halt irgendwo schaltet und versucht, der Schule den schwarzen Peter irgendwo zuzuschieben, dann könnt ihr euch darauf verlassen, dann ziehen die halt auch durch. Und das kann ich dann in dem Moment auch verstehen.
SPEAKER_02Ja, wobei, das ist ja auch jetzt wieder so ein Ding, ich denke mal, das trifft dann auch ja meistens halt solche Menschen, die dann wirklich total uneinsichtig sind, die halt dann ihr Kind über alles hochhalten, mein Kind wird das nie machen, kann nicht sein, sind immer die anderen, wie du eben auch schon sagtest. Und weil ich meine, solche Probleme hast du ja normal nicht mit Eltern, die zugänglich sind, mit denen du einen guten Kontakt hast. Und ja, wo man einfach im Vorfeld sagt, wie das bei mir zum Beispiel sah, war, wenn ich in die Schule gerufen bin, habe ich mich halt immer sehr bemüht. Ich meine, meine ist jetzt nicht so schlimm aufgefallen, ging dir eher um Lernen und solche Dinge und mal im Unterricht stören. Also Lapalien im Endeffekt, die natürlich den Schulalltag stören und stressen. Aber jetzt nichts, wo man sagen könnte, das ist ein mega auffälliges Kind. Ich meine, waren wir alle schon mal irgendwann, dass wir den Unterricht gestört haben. Und ja, da war ich halt immer sehr bemüht. Also ich habe mich dann, ich zähle mich zu der Seite, wo ich dann wirklich sage, hey, ich höre mir das an und würde dann nie sagen, hey, mein Kind macht sowas nicht. Weil ich muss ja auch ehrlich zu mir selbst sein, natürlich macht er das. Ja, klar.
SPEAKER_01Natürlich macht er das.
SPEAKER_02Ich muss ja auch mein Gesicht irgendwo wahren. Und deswegen sage ich also, mit solchen Menschen hast du wahrscheinlich auch weniger oder eigentlich gar keinen Stress, dass es so weit kommt. Ich meine, du redest dann von mir aus drei, vier, fünfmal mit den Eltern und okay, irgendwann, wenn die halt, egal wie bemüht sie sind, wie du auch schon gesagt hast, wenn dann die Teilkonferenz zusammenkommt, sei ja, ist echt super, ihr habt alles versucht, aber bei uns fruchtet das halt einfach nicht mehr. Wir kommen hier nicht mehr weiter und wir haben jetzt hier noch, keine Ahnung, drei, vier, fünf, sechs hundert andere Schüler und Schülerinnen, die halt ein Recht haben, einen ordentlichen Unterricht zu bekommen oder eine ordentliche, sagen wir, Schullandschaft, ohne dass wir es halt diesen Riesenstörenfaktor hier drin haben.
SPEAKER_01Genau, also unsere Aufgabe ist es ja auch, die anderen Schülerinnen und Schüler dann ja vor dem Störenfried, wie du gerade gesagt hast, oder vor dem Schläger, wie auch immer, zu schützen. Und ich habe aber auch schon Fälle gehabt, wo die Eltern auch durchaus so gesagt haben, nee, er braucht wirklich wo einen Neuanfang und sprecht bitte die Entlassung aus. Also auch das gibt es. Beziehungsweise, ich habe auch einmal einen Fall gehabt, dem haben wir noch eine Chance gegeben und noch eine Chance gegeben und noch eine Chance gegeben, wo dann die Erziehungsberechtigten mal auch gesagt haben, ey, ey, ihr habt eigentlich viel zu lange gewartet. Wir haben uns schon die Frage gestellt, wann ihr denn endlich im Rauschmeister hat. Ja, ja. Also wie gesagt, das macht Schule nicht einfach nicht so.
SPEAKER_00So. Hast du noch Zeit? Hast du noch Lust? Ich bin noch da. Machen wir, komm, wir versuchen es.
SPEAKER_01Okay, also ich habe folgendes Spiel Spiel mal. Ich bin mal gespannt, wie viele Punkte du sammelst. Ich habe jetzt mal vier Beispiele aus der Praxis mitgebracht. Ich stelle dich dir jetzt mal vor. Ja? So. Und du musst dann halt quasi raten oder entscheiden aufgrund dessen, was wir jetzt schon besprochen worden haben, ist das Kind von der Schule geschmissen worden? Ja oder nein?
SPEAKER_02Okay, gut, versuchen wir es mal. Ich habe ein bisschen Prüfungsangst, aber okay, versuchen wir.
SPEAKER_01Okay. Ohne Einsatz macht es ja immer keinen Spaß. Das heißt, vier Beispiele bei 2-2, bei unserem nächsten Treffen zahlt halt jeder für sich selber. Wenn du drei richtig umredst, zahl ich das nächste Mal und das Bier und wenn du drei falsch hast, musst du es rein.
SPEAKER_02Okay, da gehe ich mit, bis auf die Tatsache, dass wenn wir uns das nächste Mal sehen, du Geburtstag hast. Und das könnte jetzt so eine riesige Falle werden. So nach dem Motto, hey, du hast verloren. Übrigens hier 15 Leute, du bist Mist. Er hat es nicht schaut.
SPEAKER_00Er hat es nicht schaut. Nein.
SPEAKER_01Gut, wenn das. Nein, aber ich denke mal, du wirst ja einen Tag vorher irgendwo anreisen. Also nicht mit allem Mann. Nee, das stimmt eigentlich. Nee, dann passt das. Gut, wenn du sagst, nicht damit meinst, da ist es okay, gut. Du hast es ja wie schaust. Okay, Fallbeispiel Nummer 1. Bist du bereit? Ja, okay. Kind, siebte Klasse, ist schon mehrfach mit Schlägereien und mit Mobbing auffällig geworden. Da hat die Teilkonferenz schon getagt und hat die Androhung der Entlassung ausgesprochen. So, drei, vier Monate später geht das Kind mit anderen Kindern irgendwo nach Hause. Ja, fängt auf einmal an, auf ein anderes Kind irgendwo einzupflügeln. So, die Eltern sagen, ja, war doch halt im Schulweg, war doch nicht auf dem Schulgelände, Schule hat sich darum rauszuhalten, die Teilkonferenz wurde einberufen. Das andere Kind war wirklich auch, also hatte ein blaues Auge, also da hat er ordentlich und zugeschlagen. Ist das Kind von der Schule geflogen? Ja oder nein? Ich würde sagen, ja. Warum?
SPEAKER_02Ich setze es mal mit dem, also erstens mit der Teilkonferenz, dass die ja schon einberufen wurde, dass es mehrfach auffällig war. Das ist ja auch so ein Indikator, wo wir es gerade eben besprochen haben. Und der einzige Knackpunkt ist, ist der Schulweg, aber ich setze das jetzt mal gleich mit meinem Berufsleben, der Arbeitsweg. Ich schätze mal, der Schulweg ist immer noch auf dem Weg zur Schule oder von der Schule nach Hause, ist immer noch, ja wie bei der Arbeit, dass da irgendwie noch jemand involviert ist von dort. Also deswegen tippe ich drauf, dass der Schüler oder das Kind in diesem Fall dann von der Schule geworfen wurde. Stimmt, Punkt für dich.
SPEAKER_01Jawohl, das Kind ist von der Schule umgeschmissen worden, genau. Erstens die Anruhung war da und zweitens, wie du schon richtig argumentiert hast, der Schulweg zählt halt noch zu den Angelegenheiten der Schule und muss auch von der Schule entsprechend gekehren.
SPEAKER_02Du kannst ja, wenn du kurzer Auszug, du kannst aber trotzdem, oder anders gesagt, wenn du jetzt, sag mal, der Schulweg ist jetzt außen vor, dass eine Sache, die jetzt zu Hause passiert, dann betrifft das euch aber nicht. Also sagen wir mal diese Androhung von diesem Beispiel jetzt, die waren alle da, das Kind ist mega auffällig und jetzt gab es halt in der Freizeit zu Hause, keine Ahnung, abends um 18 Uhr, haben die sich. Die waren im Idealfall auf dem Schulgelände. Schule war schon zu, niemand war da und dort ist es zu einer Klopperei gekommen. Und mit raus, okay, weil das dann in der kompletten Freizeit passiert.
SPEAKER_01Richtig, es sei denn, es spielt für am nächsten Tag in die Schulzeit noch mit rein, dass die sich dann beleidigen, bedrohen oder wie auch immer. Und dann halt natürlich nicht. Aber der Tatbestand der Klopperei dann irgendwo am Abend auf dem Schulgelände, wenn die Schule schon zu ist, nee, da haben wir das.
SPEAKER_02Gut, alles klar.
SPEAKER_00So, weiter. Fallbeispiel Nummer zwei?
SPEAKER_01Okay. Also auch ein sehr auffälliger Junge stört den Unterricht. Kommt und geht eigentlich, wann er will, auch mit und wo in einer Stunde ist frech zu, also auch beleidigend den Lehrkräften gegenüber, ist schon die Androhung der Entlassung auch ausgesprochen worden. Und der ist dann in diesen Trainingsraum geschickt worden, den wir irgendwo haben. Und da sitzt eine Lehrkraft mit ausländischen oder südländischen Ursprungs oder Herkunft. Und der Schüler sieht den und fängt an, ihn aufs Übelste zu beleidigen. Du Kamel, Vicka, verpiss dich doch, um in dein Land halt um zurück. Was hast du überhaupt halt, irgendwo zu suchen? Die Lehrkraft kommt. Ja, und die Frage ist, wie gehen wir mit dem Schüler um? Teilkonferenz soll einberufen werden. Ist er vor der Schule geflogen? Ja oder nein?
SPEAKER_02Ah, das ist schwer. Also ne, eigentlich ist es nicht schwer, aber es ist doch irgendwie schwer. Weil das sind ja jetzt, du hast ja jetzt nicht vier Beispiele, wo ich dir mal ja sage. Das ist mir jetzt zu offensichtlich. Also eigentlich ist es eine krasse Sache und ich würde sagen, von dem, was ich jetzt gehört habe, hoffe ich, auch für die Lehrkraft, dass der Schüler nicht an der Schule geblieben ist. Jetzt hast du gesagt, die Androhung war schon da. Jetzt ist nur noch die Frage, wie soll ich sagen, also die Teilkonferenz war ja noch nicht, also von meinen Informationen. Also ich entscheide oder ich sage jetzt quasi im Endeffekt dann schon zwei Schritte weiter, also in dem Fall muss ja die Teilkonferenz noch stattgefunden haben und dann ist der Schüler von der Schule geflogen. Das ist ja eine Info, die ich nicht habe.
SPEAKER_01Ja, ja, du musst ja jetzt nur entscheiden halt, ne? Ist ja von der, ne, also klar, weil ich kann, Nico, gut, einen Punkt habe ich ja schon.
SPEAKER_02Ich riskiere das einfach und sage, er ist auf jeden Fall von der Schule geflogen.
SPEAKER_01Nein, ist er nicht. Eins, aber warum? Weil ich habe da meinen Bericht an die Bezirksregierung geschrieben, weil wir hatten wirklich das Ansinnen, die Teilkonferenz anzuberufen und waren uns da eigentlich durch die Bank weg. Das Kollegium, meine Konrektorin und ich waren der Meinung, nee, also für das, was der Junge sich da gelacht hat, hat er wirklich den Schulerausschmiss verloren. Aber ja, aber die Bezirksregierung hatte ganz eindeutig gesagt, nein, das gehört zur Professionalität einer Lehrkraft, dass sie mit solchen Beleidigungen und Anfeindungen zu rechnen.
SPEAKER_02Mir geht es jetzt ja nicht mal um die Lehrkraft, also natürlich geht es um die Sache mit der Lehrkraft, aber dadurch, dass eigentlich diese Tatbestände ja doch da sind und das Kind massiv auffällig ist und dann noch so verbal jemanden angeht, natürlich muss der Lehrer damit klarkommen, wenn ein Schüler ihn in irgendeiner Form angeht, ja, gehe ich mit, sage ich, ist okay. Aber hier geht es ja nicht nur um den Lehrkörper, sondern um das komplette System.
SPEAKER_01Ne, die Juristen der Bezugsgleichung haben die Marke verweigert, ja. Ja, fanden wir auch alle.
SPEAKER_02Ich wusste da was voll dran, aber war klar, was da eine Falle mit drin ist, war klar.
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SPEAKER_01Ja, ich kann sie nicht zu heißer machen. Aber komm, Fall Nummer drei, das ist einfach knacks. Ja, ich bin fertig. Okay. Ein Schüler kommt zu mir und sagt, Rektor Thomas, ich habe heute gesehen im Bus hier Karl Heinz da hinten, der hat Gras in der Tasche. So, Verdachtsfall ist da. Ich schnappe mir Karl Heinz aus dem Unterricht, sagt komm bei mir mit ins Büro, nimm deinen Rucksack mit und deine Sachen mit, die Konrektorin kommt mit dazu. Ich konfrontiere ihn mit dem Vorwurf, jetzt habe ich keine Taschenkontrolle, wo durchführen kann, aber sagen, was du was. Die Polizei darf das irgendwo machen. Entweder wir informieren deine Erziehungsberechtigten und die Polizei, die kommt, die macht die Taschenkontrolle oder du kannst jetzt einfach dann halt irgendwo selber die Tasche haltung wohl leeren und wir gucken, was da alles drin ist. Er sagt, okay, er macht die Tasche halt und wo leer. Und war ein älterer Schüler, neunte Schule, und tatsächlich ist dein Beutel mit ungefähr 20 Gramm Hauaner drin. So. Liegt der Schüler von der Schule, ja, oder ist er von der Schule geflogen?
SPEAKER_02Oh, so einfach finde ich das jetzt gar nicht, weil du hast zu Beginn gesagt, wenn sowas gefunden wird, dann kannst du das aussprechen, direkt. Ich sag nein, ein Schüler ist nicht von der Schule geflogen.
SPEAKER_01Richtig, Punkt für dich. 2-1, 2-1, 2-1. Punkt für dich, weil der Schüler war kooperativ, ne?
SPEAKER_02Das auch noch, bestimmt?
SPEAKER_01Nicht? Okay. Nee, nee, das war ein A, nee, nee okay, ich spreche es nicht aus. Wir haben unsere Kinder alle gleich lieb. Nein, also der bloße Besitz, den wir ja nachweisen konnten damit, ne, ist schulerechtlich nicht dahingehend halt irgendwo ahntbar, dass er zu einem Schulausschuss führt oder zu einer Schulentlassung führt halt, ne? Gut, dass das da halt, damit dann Verstoß auf anderer Ebene halt irgendwo vorliegt, hier Betäubungsmittelgesetz und sowas alles, ne? Wir haben die Polizei hinzugezogen, die haben sich dann darum gekümmert und entsprechende Anzahl sind gelaufen. Aber damit wir ihn hätten von der Schule schmeißen können, hätten wir nachweisen müssen, dass er das Zeug an der Schule verkauft hat. Oder die Absicht hatte, es zu verkaufen. Nein, dass er es verkauft hat. Und die Absicht alleine reicht nicht. Also ich hätte da jemanden finden müssen, der gesagt hat, ja, ich habe ihm 20 Euro gegeben und er und hab da von ihm ein Gramm oder zwei Gramm halt umgekriegt und das hätte dann auch während der Schulzeit oder auf dem Heimweg halt irgendwo passiert sein müssen, dann wäre er sofort von der Schule umgeflogen. Aber das bloße Mitführen, nein. Okay. Ja. Ja, nachvollziehbar. Insofern, ja. Also das Einzige, was ich jetzt nur rausholen kann mit dem vierten Beispiel, ist, dass jeder für sich zahlen.
SPEAKER_02Ja, ich habe ja schon zwei Punkte. Ja, also wir sind schon, wir sind schon soweit. Du kannst jetzt abwenden, dass du zahlen musst.
SPEAKER_01Ja, ja, nee, wenn du jetzt beim nächsten Fall fliegst, ist 2-2, da zahlt jeder für sich.
SPEAKER_02Achso, so meinst du, ja, ja, okay, richtig. Aber ich habe schon zwei, das heißt, ich kann jetzt nur noch gewinnen. Ja, du entweder gewinnen oder unentschieden, ja. Also ich kann nur noch gewinnen. Also ich kann das jetzt total entspannt sehen. Okay. So komm, make my day. Gut.
SPEAKER_01Oh Mann, ey. Dann ist es auch noch im Internet, dass ich das Gerät verloren habe. Vielleicht. Okay. Gut, dann muss ich ja schwer machen. Gut, auch ein älterer Schüler, nicht der allerbeste Schüler von den Noten, hatte schon auch eine Teilkonferenz, weil er sich darum geprügelt hat auf dem Schulgelände, kommt und geht und auch ähnlich wann er will, die Androhung der Schulentlassung war auch damit verbunden, dass wir gesagt haben, er wechselt auch die Klasse, dass er da einen Neustart hat und die neue Klassenleitung hat dann auch ganz klar kommuniziert, ja, ich nehme diesen Jungen. Aber wenn er so weitermacht wie bisher, bestehe ich auf einer weiteren Teilkonferenz, die dann zu den Testung kommt. So, jetzt hat der Junge dann die ersten ein, zwei Monate richtig gut mitgemacht, ist dann aber wieder ins alte Muster gefallen, kam zu spät, hat sein Material nicht mitgenommen, hat um keine Hausaufgaben halt irgendwo gemacht. Und ja, die Klassenleitung hat dann darauf bestanden, dass eine weitere Teilkonferenz anberufen wird. Und ja, jetzt sitzen wir da in der nächsten Teilkonferenz, die dann zur Entlassung führen muss und haben dann quasi in der Hand, ja gut, der Junge macht keine Hausaufgaben, der bringt das Material nicht mit, er kommt zu spät und dafür soll dann jetzt eine Entlassung ausgesprochen werden. Ist er von der Schule geflogen, ja oder nein? Ich sage nein. Warum?
SPEAKER_00Und? Ja, ich bin erstmal aus der Begründung gespannt.
SPEAKER_02Es ist immer das Problem, du hast ja viel mehr Informationen als ich, das ist ja nicht ganz fair, ne? Ich müsste jetzt nur wissen, weil wir ja gerade eben auch bei dem Thema waren, dass jetzt in dem Fall, ich meine, die Eltern sind ja da auch anwesend, ne? Und dass die Eltern da durchaus für den jetzt hätten Fürsprache halten können. Oder ich gehe mal davon aus, dass das da passiert ist. Und dann muss ich dazu sagen, dieser Fall, der klingt sehr danach, dass ich den kenne. Also zumindest Teile davon. Insofern glaube ich zu wissen, dass der Schüler nicht von der Schule geflogen ist, wegen der Eltern, dass die dann was aushandeln konnten und weil der Schüler auch zwischendrin sich auch gebessert hat. Also es war eine Besserung da, es war kein komplett hoffnungsloser Fall. Das würde ich jetzt auch so aus dem Bauch raus sagen. Aber ja, ich lege mich da fest, dass ich sage, der Schüler ist nicht von der Schule geflogen.
SPEAKER_01Also es war tatsächlich immer so ein Fall, als die Klassenleitung vor mir stand, wo ich dann gesagt habe, ey, Leute, wofür soll ich da jetzt eine Teilkonferenz einrufen? Wir können doch jetzt keinen von in der Schule schmeißen, weil er zu spät kommt und die Hausaufgaben nicht macht. Aber er ist tatsächlich von der Schule geflogen. Adam! Ja, er ist von der Schule geflogen. Und zwar beim ersten Mal waren ja die Eltern noch kooperativ, auch wenn der Junge da so ein bisschen, ich sag mal, arrogant und großkotzig rüberkam, aber wo wir gesagt haben, ja, Pubertät und ne, die Mutter war kooperativ und dass wir gesagt haben, ja, mit dem Klassenwechsel hatten nochmal wohl eine Chance. Und ein halbes Jahr später sitzen wir wieder da, die Mutter erzählt uns wieder genau das Gleiche. Also der Drops war gelutscht, da glaubt ihr keiner mehr. Er hat da voll aus Arschlauchen raushängen, wo wir dann auch gesehen haben, auch der Klassenwechsel, das hat auch alles um nichts gebracht. Und über unsere tolle Schul-App konnten wir dann innerhalb von sechs Monaten 84 Schulrechtsverstöße dokumentieren, halt, ne, und dann zählen dann halt nicht gemachte Hausaufgaben zu spät, kommen kein Material als Schulrechtsverstoß, weil laut Schulgesetz ist er verpflichtet, pünktlich zu kommen und das Material zu haben. Ja, wenn ihr mir die Zahlen genannt hättest, hätte ich auch anders entschieden. Genau, ja, ich kann ja nicht alle sein. Voll richtig. Dungeon hat das, ja, das hat dazu geführt, dass er dann tatsächlich umgeflogen ist. Was mich dann aber auch ein bisschen gewundert hat, dass die Bezirksregierung das dann auch mitgegangen ist, wie gesagt, halt, ne, hier, ey, 84 Mal keine Hausaufgaben und keine Materialist. Ich denke, das war die schiere Masse, dass die dann auch irgendwann sagen, ey, Rich, wir können nicht alles mitgeben. Und auf der anderen Seite, der eine hat da 20 Gramm Gras halt irgendwo dabei oder der eine, ne, der andere beleidigt da halt um eine Lehrkraft auf übelste, auf rassistische Art und Weise und die fliegen halt irgendwo nicht und der fliegt schon. Also war jetzt für mich als junger Schulleiter nicht ganz nachvollziehbar.
SPEAKER_02Ja, krass. Ich hoffe, die Eltern kommen da was rausziehen.
SPEAKER_00Das heißt, das nächste Mal jederzeit selbst. Das ist ja blöd. Das war ich so gut dabei. Ja, auf jeden Fall wird auf jeden Fall wird der Abend billiger für dich als für mich.
SPEAKER_02Nee, da hast du recht. Ja, da hast du recht.
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SPEAKER_00Ja, ja, ja, ja, ja, definitiv.
SPEAKER_02Also ich hoffe auf jeden Fall, dass jetzt da unsere werten Zuhörerinnen und Zuhörer, die lieben Eltern, dass sie sich da ein bisschen was rausziehen können auf die Fallbeispiele, das war eine mega Idee von Thomas, dass da da was reinmacht. Vielleicht findet sich der ein oder andere oder hoffentlich nicht, aber wenn sich jemand darin findet, dann haben wir euch hoffentlich ein paar Sachen mit an die Hand gegeben, dass man sagen kann, hey, es ist noch nicht alles verloren, je nachdem wie weit, wie weit das Ganze ist. Und wie der Thomas schon gesagt hat, Nehmt euch zu Herzen, was die Lehrkräfte sagen, wenn ihr auch jetzt von mir aus von der Klassenleitung nicht viel haltet, was sicherlich der Fall sein wird, sind da ja noch sehr viel mehr Menschen involviert an dieser Schule oder an eurer Schule. Insofern wäre mein Appell genauso wie der von Thomas: ja, setzt euch mit der Schule zusammen, niemand hat was davon, das Kind zu pisacken oder das Kind ungerecht zu behandeln, weil ja, so läuft das nicht. So läuft das halt irgendwie nur in Serien. In der Realität, denke ich, ist das eher weniger da.
SPEAKER_01Ja, das stimmt, definitiv. Und ja, sollten da noch Fragen offen geblieben sein, auch wenn ich da jetzt am Anfang ein bisschen gemeckert habe, selbstverständlich nehme ich mir die Zeit und beantworte jede Anfrage individuell und wir können es da gern zusammensetzen, können den Fall halt irgendwo durchgehen. Und ich kann da auch gerne noch beraten, was da vielleicht die nächsten sinnvollen Schritte wären.
SPEAKER_02Das ist sehr, sehr nett und sehr löblich von dir oder von deiner Seite. Ich denke auch, dass die betroffenen Eltern, ja, die wissen, das zu schätzen, beziehungsweise haben das schon zu schätzen gewusst und sind ja schon in den Genuss gekommen von der ein oder anderen kleinen Beratung. Auch wenn das natürlich nicht überhand nehmen sollte. Aber immerhin habt ihr da eine super Gelegenheit, wenn da wirklich was ansteht, dass man da aus erster Hand Infos kriegen kann. Ich denke, das ist eine wirklich tolle Sache. Ist etwas, was ich jetzt, was ich früher gerne auch bei meinem Sohn das ein oder andere Mal gehabt hätte. Das hätte auch die ein oder andere Sache leichter gemacht, für den jungen Mann etwas zügiger in die Bahn zu bekommen. Weil wie wir es jetzt auch gehört haben, die ganzen Fallbeispiele, das waren ja wahrscheinlich nicht grundlos nur Kerle. Unsere Gattung ist da irgendwie nicht so gut, die kommt nicht so gut weg bei sowas.
SPEAKER_01Also wir haben tatsächlich auch ein, zwei Mädels bereits von den Schule entlassen. So ist es nicht.
SPEAKER_02Ja, super, aber wie viele Jungs im Vergleich? Und jetzt kann man nicht sagen, ja, es gibt aber mehr Jungs oder nee.
SPEAKER_01Nee, nee, nee.
SPEAKER_02Deswegen kommen wir einfach nicht gut weg. Also liebe Jungs, reißt euch zusammen. Lasst mal die Mädels, lasst jetzt lasst mal die Mädels vor. Die Jungs machen das offensichtlicher.
SPEAKER_01Die Mädels meistens immerhin ist es wirklich schwerer dran zu gucken.
SPEAKER_02Super. Dann würdest du es. Wir sind durch, ist nochmal deutlich länger geworden, wie immer. Wenn wir uns mal zusammensetzen, wir haben gedacht, hey, komm, das wird so eine knackige 20-, 30-Minuten-Folge, ja, nee. Ist jetzt wieder eine ganze Unterrichtsstunde geworden. Insofern, ja, der Wille war da, hat aber nicht geklappt. Ich hoffe dennoch, dass es sehr informativ war und dass auch gerade jetzt die angesprochenen Eltern vielleicht ein bisschen schlauer sind als vorher. Und ich hoffe auch, dass jetzt, weil wir waren jetzt ja sehr lange, ja, nicht online, nicht zugegen. Ich hoffe erstens, dass die Beratung von Thomas was gebracht hat und zweitens, dass jetzt diese Folge, wenn sie denn, also die Tage rauskommt, was der Fall sein wird, dass sie da in vielen Fällen noch rechtzeitig wirkt und vielleicht, wie gesagt, die ein oder anderen Eltern da was Positives rausziehen können, dann haben wir schon sehr viel gewonnen, wenn wir nur ein oder zwei Leuten helfen. Alles klar, mein Lieber. Hat mich sehr gefreut, dass wir es geschafft haben. Ich auch. Und ja, dann würde ich sagen, wir hören uns in der nächsten Folge. Die dauert dieses Mal nicht mehr so lange. Wir hören es in der nächsten. Also bis ich starte, definitiv.
SPEAKER_01Mach's gut. Bis dann mal ein guter.
SPEAKER_02Ciao.